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QuartiersNETZ – BMBF fördert das Ruhrgebiet als Gesundheits- und Dienstleistungsregion von morgen

Mit dem Projektvorhaben „QuartiersNETZ“ erhält die FH Dortmund gemeinsam mit der Stadt Gelsenkirchen, dem Institut für Gerontologie der Universität Vechta, dem Caritasverband Gelsenkirchen, dem Forschungsinstitut Geragogik e.V. in Witten, dem Seniorennetz Gelsenkirchen e.V. sowie fünf IT-Unternehmenspartnern den Zuschlag für ein Förderprojekt der Bundesregierung zur Gestaltung des demografischen Wandels.

 

Über einen Zeitraum von vier Jahren wird durch gezielte Zusammenarbeit in regionalen Netzwerken sowie durch den Aufbau digitaler Netzwerke die Lebensqualität der Menschen im Wohnquartier bis ins hohe Alter verbessert.

 

Referenzgebiet für die Region „Ruhrgebiet“ und Antragsteller ist die Stadt Gelsenkirchen, die bereits im Jahre 2005 einen Seniorenmasterplan verabschiedet hat und damit eine Vorreiterrolle in der Seniorenpolitik einnimmt. Die Projektleitung übernimmt Frau Prof. Dr. Sabine Sachweh vom Fachbereich Informatik. Inhaltlich ist die Fachhochschule interdisziplinär vertreten. Die Kollegen Prof. Dr. Harald Rüßler und Prof. Dr. Dietmar Köster und ihre Teams aus dem Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften arbeiten in diesem Vorhaben eng zusammen mit dem Team aus dem Fachbereich Informatik.

 

Ein besonders Merkmal des „QuartiersNETZ“-Projekts ist, dass ältere Menschen selbst aktiv mitwirken und ihre Fähigkeiten und Interessen zum Wohle aller einfließen lassen. Im Rahmen des Projektvorhabens werden so Ältere zu (Ko-)Produzenten und gestalten als Expertinnen und Experten in eigener Sache das Umfeld für ein selbstbestimmtes, partizipatives Leben im Quartier. Dazu zählen unter anderem der Aufbau und die Erprobung von Netzwerkstrukturen für zukunftsfähige Versorgungs- und Dienstleistungsmodelle. Reale Quartiersnetze werden dabei durch die partizipative Entwicklung einer digitalen Quartiersplattform und technischer Innovationen gestützt.

 

Interessierte ältere Menschen sollen unter anderem als Techniklotsen qualifiziert werden, so dass sie anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Ziel ist es, das soziale Umfeld der Quartiers-bewohnerInnen generationsübergreifend und mit regionalen Dienstleistern zu vernetzen, dafür moderne Interaktions-/Kommunikationsmedien und technische Assistenzsysteme zu nutzen und damit die Selbstbestimmung und Teilhabe älterer Menschen im Wohnquartier zu fördern.

 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte im September 2012 diesen Wettbewerb ausgeschrieben.  In einem mehrstufigen Verfahren wählte eine fachübergreifende Jury aus 78 Projektskizzen die 12 besten Ideen für Gesundheits- und Dienstleistungsregionen aus. Diese zwölf Regionen erhielten zunächst je 50.000 Euro, um ihre Konzepte detailliert auszuarbeiten, Kontakte zu potentiellen Partnern zu knüpfen und ihre regionalen Netzwerke weiter auszubauen. Aus diesen zwölf Konzepten wählte nun die Jury die fünf überzeugendsten Konzepte aus. Das BMBF stellt den Gewinnerregionen für vier Jahre insgesamt 20 Millionen Euro für die Umsetzung Ihrer Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Verfügung. Die Regionen garantieren zudem eine 25-prozentige Co-Finanzierung der Projekte aus Eigenmitteln.

 

Orginalmitteilung siehe hier.